BeaTE Eierle alias Bea Anders

 


Biographie – Timeline

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Es war einmal …

so fangen Märchen und Heldenreisen an.

Traumatisierungen (seelisch, emotional, sexualisiert) prägten meine Persönlichkeit, meine ganze Existenz. Sie bestimmten meine Wege, Entscheidungen und mein Lebensgefühl. Traumata haben mich dazu gebracht, mich zu der gegenwärtigen Version meiner selbst zu entwickeln.

 

Wir befinden uns nicht auf unserer Reise, um die Welt zu retten,
sondern um uns selbst zu retten. Aber indem wir das tun, retten wir die Welt.
© Joseph Campbell

 

Jugendjahre

In jungen Jahren wünschte ich mir oft ein leichteres, normaleres, langweiligeres Leben mit klitzekleinen Alltagsproblemen, die zu jedem Leben gehören. Ich hatte wohl zu oft „hier“ gerufen und Sorgen und Nöte entwickelten sich zum Dauerzustand. Mit 17 Jahren vertraute ich mich auf einer Reise nach Paris einer völlig fremden Frau an. Heute noch erinnere ich mich an ihre Worte: „Diese Herausforderungen kannst du nicht alleine bewältigen.“ Sie sollte recht behalten.

Ich entdeckte das Schreiben für mich. In stillen Stunden ordnete ich Gedanken, objektivierte und versuchte sie in mein inneres System einzupassen. Verfasste kleine Texte und Gedichte und hütete sie wie einen Schatz. Es dauerte lange, bis sie das Licht der Welt erblickten.

Das Schreiben bot mir neue Perspektiven. Es half, die schmerzhaften Geschichten in Wortkleider zu hüllen, ihnen eine Gestalt zu geben und portionsgerecht im Stillen zu verarbeiten.

Jahrelang hielt ich mich lieber an Sicherheiten und vertrauten Situationen fest, anstatt mich voller Vertrauen auf das Leben einzulassen. Im Spannungsbogen zwischen Sicherheit und der Sehnsucht nach Veränderungen focht ich tagtäglich innere Kämpfe, bis ich über ein Jahrzehnt später den Mut aufbrachte, einem Therapeuten ein kleines bisschen von meiner Dunkelheit und Nebelwelt sehen zu lassen. Es war der erste Schritt, mich mit beiden gegensätzlichen Bedürfnissen zu versöhnen und der Beginn meines inneren Heilungsweges.

 

Das Leben ist die Frucht deines eigenen Einsatzes.
Du kannst dich bei niemanden beschweren, außer dir selbst.
© Joseph Campbell

 

Der Ruf

Heute, viele Jahre später würde ich sagen, die Aufarbeitung und Integration meiner Traumata war und ist immer noch meine ganz persönliche Heldenreise. Ich folgte einem Ruf. Was soll ich durch die Traumata lernen?

Ich entwickelte mich zur Sucherin. Mein tiefster Wunsch war, Licht in die eigene Dunkelwelt zu bringen. Es gestaltete sich schwierig. Im Familienkreis hatten die Hüter des Geheimnisses das Tuch des Schweigens ausgebreitet.

 

Die große Frage ist, ob du ein begeistertes „Ja“
zu deinem Abenteuer sagen wirst.
© Joseph Campbell

 

Die Suche

Die Kriegerin in mir gab nicht auf. Jahrelang irrte ich im Labyrinth des Schweigens umher, suchte nach bedeutsamen Informationen, um die Wahrheit ans Licht zu holen. Ein Brief brachte mich irgendwann auf die richtige Spur. Bewährungsproben folgten bis zur entscheidenden Prüfung. Wollte ich wirklich diese Konfrontation, die mich zu den Wurzeln meines Seins führen sollte. Mein Entschluss stand fest. Es gab kein zurück.

Ich flog 1993 in die USA und traf zum ersten Mal meinen Vater in einem Gefängnis, der zu lebenslanger Haft verurteilt war. Hier beantworteten sich Fragen, die für mein Leben von unermesslicher Bedeutung waren. Mit dem neuen Wissen und all den Eindrücken um diese besondere Situation einer Vater-Tochter Begegnung im Gepäck trat ich meine Rückreise aus den Staaten an.

 

Die Möglichkeiten, die tiefsten Kräfte in uns zu finden, kommen,
wenn das Leben am schwierigsten scheint.
© Joseph Campbell

 

Scham und Angst

Jahre des Schweigens folgten. Scham und Angst vor Ablehnung, dass Menschen aufgrund der Tatsachen nichts mehr mit mir zu tun haben wollten, folgten. Ich brauchte weitere Jahre das Erlebte und Erlittene zu schildern und einen Weg zu finden, die Tabuisierung meiner Familie aufzulösen. Eine Balance zu erlangen zwischen der Preisgabe der tatsächlichen Fakten und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten.

Die herausfordernde Konstellation meiner Traumageschichten, weckte in mir den Wunsch, Tabuthemen mehr ins öffentliche Bewusstsein zu heben, da eine angemessene Auseinandersetzung und Würdigung meiner Sicht nach fehlt. Es scheint mir, als würde es kaum sichere Orte geben für die eigene Leiderfahrung, weshalb ich hier einen kreativen Raum erschaffe.

 

Der Käfig, den du dich fürchtest zu betreten,
hortet den Schatz, den du suchst.
© Joseph Campbell

 

Es gibt immer zwei Möglichkeiten

Etwas ist mir in all den Jahren auf meinem Weg immer wichtig gewesen. Es macht keinen Sinn, nur einseitig zu schauen. Wo Dunkelheit ist, gibt es auch Licht. Weshalb es mir ausgesprochen wichtig ist, gerade der Dunkelheit der Schattenwelt Schönheit einzuhauchen und die Narben des Lebens zu vergolden. Wie die japanische Kintsugi-Technik werden die abgespaltenen Anteile wie Scherben liebevoll wieder zusammen gesetzt, so das man die Risse sieht und es dadurch etwas Besonderes wird. Kintsugi eröffnet eine neue Perspektive, die hilft, eine zusammenhängende Geschichte aus den eigenen Fragmenten zu erkennen.

Ich kann die Geschichten, das Erlebte, das Trauma nicht ungeschehen machen, aber ich gestalte sie so, dass ich damit bestmöglich Leben kann. Jede Krise bot mir die Chance zu wachsen und zu lernen. Jedes Problem, was ich löste, gab mir Kraft und Selbstvertrauen. Einen Sinn und ein Körnchen Gutes in all dem durchgestandenen Leid zu finden, stärkte meine Resilienz ebenso wie meine Lösungsorientierung, meine Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion.

 

Das Leben ist ohne Sinn. Du gibst ihm den Sinn.
Der Sinn des Lebens ist, was auch immer du ihm zuschreibst.
© Joseph Campbell

 

Was ich sagen kann

Ich lebe nach dem Prinzip der Hoffnung, ein erfülltes Leben führen zu können, frei von Scham und Schuld. Diese Hoffnung hält mich all die Jahre am Leben und die Kraft dieses Triebes spornte mich an, artgerechte Lebensbedingungen für mich zu erschaffen und den Schwierigkeiten des Lebens zu trotzen.

Nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten wurden mir auf meinem inneren Weg bewusst und von meinen Wünschen leitete ich reale Möglichkeiten ab. Die vollkommene Geborgenheit fand ich nur in der eigenen Innenwelt. Das Glück und die Fülle übrigens auch.

Durch die kreative Auseinandersetzung meiner Lebensthemen verwandelten sich Dunkelheit in Licht und Schattenwelten in farbenfrohe, lebendige Welten.

Ich wünsche mir, dass Menschen ihr inneres Mysterium voll entdecken und frei entfalten, als Bereicherung für uns alle. Erfahrungen auf meinem Weg haben mir gezeigt, das Trauma nie rein ein individuelles Problem ist. Egal wie persönlich ein Trauma ist, die Folgen sickern in Familie, Gemeinschaften, Regionen, Ländern und Nationen.

 

Ein Held ist jemand, der sein Leben für etwas Größeres
als sich selbst hingegeben hat.
© Joseph Campbell

 

Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Mit der Eröffnung Neuro.bar trete ich mit einem Tabuthema ins Licht der weltweiten Öffentlichkeit. Ich habe Jahre gebraucht und einige Anläufe um reif, stark und psychisch so stabil zu sein, den damit verbunden Druck aushalten zu können.

Ich breche das über 50 Jahre verhängnisvolle Schweigen und verkörper all das was ich auf meinem inneren Weg für Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt habe. Mit Neuro.bar möchte ich das umsetzten, was schon lange mein Wunsch ist. Eine kreative Möglichkeit der Hilfe zur Selbsthilfe bei traumatischen Erlebnissen, ohne lange auf Therapieplätze zu warten.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass sich Betroffene gegenüber mir als gleichermaßen Betroffene leichter tun sich zu öffnen. Es entwickelt sich ein Zugehörigkeitsgefühl, das sie aus ihrer Isolation befreit.

 

Die Erfahrung deines Lebens, ist das Privileg, zu wissen, wer du bist.
© Joseph Campbell

 

Mein Wissen und meine Erfahrungen teile ich gerne.

Wenn du den Impuls verspürst, mich zu kontaktieren,
schreib mir eine E-Mail oder ruf mich an.

+49 (0) 172 – 13 12 001
info (at) neuro.bar

 

Ich muss keinen Glauben haben, ich habe Erfahrung.
Joseph Campbell

 

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