Ich bin eine Neurographik Schnecki!

 

Über Neurographik Schneckis – Schnelligkeit – Zeit – Prozesse – Tiefe und Oberfläche.

 

Schnelle oder langsame Neurographik Schnecki?

Während meiner mehrjährigen Ausbildung bis zur Neurographik Trainerin gab es immer wieder Kursteilnehmer, die der jeweiligen Schnelligkeit des Kursleiters mit seinen Zeichnungen langsamer folgten. Ob dies nun eine bewusste Entscheidung war oder sich einfach so ergab oder andere Gründe hatte, war für mir persönlich unwesentlich. Ich zeichnete langsamer und das galt es für mich zu akzeptieren. Schnelligkeit und das Gefühl, mich beeilen zu müssen, produzierte inneren Stress. Den wollte ich nicht! Liebevoll schlich sich für uns Langsamere die Bezeichnung „Neurographik Schnecki“ ein. In einigen Kurs-Aufzeichnungen noch bis heute zu hören.

 

Schnelligkeit erhöht den Stressfaktor.

Ich dachte oft über uns „Schneckis“ nach und warum ich mich durch Schnelligkeit so gestresst fühlte.

Lernstoff hören, kognitiv verarbeiten, gleichzeitig die zeichnerische Komposition des Modells verfolgen und mitmalen war eine Herausforderung. Mich selbst gleichzeitig zu beobachten auf den drei Ebenen Körper, Geist (Ratio, Verstand) und Gefühl für mich unmöglich. Multitasking in dieser Form für mich eine totale Überforderung und absolut nicht gehirngerecht.

 

Gehirngerecht zeichnen und glücklich sein als Neurographik Schnecki

Gehirn-gerechtes Lernen war das Prinzip der Bestsellerautorin Vera F. Birkenbihl. Lern- und Lehrmethoden, die der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns entsprechen und negativen Stress vermeiden.

Die Lösung war, ich folgte der Lerneinheit, machte Skizzen und malte nicht mehr gleichzeitig mit. So konnte ich mein Gehirn in seiner Ganzheit nutzen und es machte mich weit aus glücklicher, statt mich wie ein Fass zu befüllen und meine Begeisterungsflamme zu löschen, weil ich nur fragmentiert dem Lernstoff folgen konnte bei gleichzeitiger Abspaltung aller Körper und Gefühlsempfindungen.

Für mich war es viel wichtiger, Dopamin in meinem Gehirn zu aktivieren. Ein Botenstoff sog. Neurotransmitter, der ausgeschüttet wird, wenn ich mich wohlfühle und etwas Erfreuliches erlebe. Denn je öfter ein Wohlfühlerlebnis erfahren wird, desto stärker wird der Impuls, diese Handlung zu wiederholen. Diese Handlung ist für mich der Zeichenvorgang in aller Stille und mit ganz viel Zeit. Lernen, sich selbst zu beobachten und bewusst zu fühlen, braucht Zeit und 100 % Aufmerksamkeit.

 

Und was hat das nun alles mit Schnecken zu tun?

Schnecken verkörpern die Botschaft: Alles braucht seine Zeit – halte inne. Gerade die Langsamkeit holt uns ins JETZT, schult die eigene Präsenz. Die Zentrierung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dabei Schritt für Schritt im eigenen Tempo die Zeichnung anzulegen, gestalten und sich meditativ in die eigene Spirale des Lebens rein oder raus zu bewegen, bei aufmerksamer Selbstbeobachtung ist der Weg.

Eine Zeichnung darf bei mir länger dauern. Stunden manchmal Tage, wenn es der Prozess erfordert. Es schult meine Aufmerksamkeit, Konzentration, Geduld und Feinmotorik. Schärft meinen Blick für die komplexen Zusammenhänge meiner Innenwelten und vor allem lässt sie mir die Zeit, das Erkannte zu verdauen.

Ähnlich wie bei den Schnecken schalte ich einen Gang zurück, gehe in Klausur mit mir, der Zeichnung und den beobachtbaren Erkenntnissen ohne Einflüsse von außen. Verziehe mich an einen sicheren Ort in mir und betrachte mich in meinem zeichnerischen Werk und der Komposition meines Lebens.

Es macht für mich einen sehr großen Unterschied, ob ich mit Hingabe einen Prozess zeichne oder einfach ein Thema mit einem Neurographik-Modell innerhalb einer Stunde skizziere. Übergebe ich mich dem Prozess in der Tiefe bei größtmöglicher Offenheit und Reflexion, der seine Zeit braucht, oder schmiere ich einfach schnell und schludrig eine Skizze dahin, mit der ich an der Oberfläche kratze.

Da die Geschwindigkeit, in der man sich neues Wissen und Fähigkeiten aneignen kann, von Mensch zu Mensch variiert, drängt es mich nach Ruhe, Stille und Entschleunigung in einer Welt, die von uns eine fast kaum zu ertragende Schnelligkeit abverlangt.

 


Wenn du Lust verspürst, dich auf eine Schneckenreise mit mir zu begeben, Linien zu fühlen, dich mit dem Stift langsam oder schneller auf dem Papier wie bei einem Tanz zu bewegen und dein eigenes Tempo zu finden, dann schreib mir einfach eine Mail oder ruf mich an.


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